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title: "Jüdisches Frankfurt: Kultur und Erbe entdecken | #visitfrankfurt"
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description: "Entdecke das jüdische Erbe Frankfurts: Geschichte, Gedenkstätten und kulturelles Erbe"
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Jüdisches Frankfurt
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Die Jüdische Gemeinde

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Jüdische Kultur
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Museen, Bildungsstätten und mehr

Frankfurt am Main ist ein Herzstück jüdischen Lebens in Deutschland. Seit dem Mittelalter sind die Präsenz und der Einfluss der jüdischen Gemeinschaften in Frankfurt spürbar. Von historischen Stätten wie dem Alten Jüdischen Friedhof und der Westend-Synagoge bis hin zum modernen Jüdischen Museum – die Stadt erzählt Geschichten von Herausforderungen, Errungenschaften und der tiefen Verwurzelung jüdischer Traditionen.

Das heutige jüdische Frankfurt pulsiert mit Leben und Vielfalt. Kulturelle Veranstaltungen, Bildungsangebote und Feste laden ein, die lebendige jüdische Kultur zu entdecken. Diese Begegnungen bieten nicht nur Einblicke in eine reiche Geschichte, sondern fördern auch den Dialog und das Verständnis zwischen den Kulturen.

Eine Erkundung des jüdischen Frankfurts verspricht eine bereichernde Reise in eine Welt voller Tradition, Widerstandsfähigkeit und Kreativität. Lass dich von der Geschichte und Gegenwart des jüdischen Lebens in Frankfurt inspirieren und entdecke die vielschichtigen Facetten dieser einzigartigen Kultur.

 

 

> Wer ein Haus baut, will bleiben.

Salomon Korn

 

Frankfurter Jüdinnen und Juden
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Eine Auswahl bekannter Persönlichkeiten

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- Mayer Amschel Rothschild (1744–1812)
    
    Der Stammvater des Hauses Rothschild wurde in der Frankfurter Judengasse geboren. Die fünf Söhne sorgten für den finanziellen Aufstieg der Familie. Sie gründeten im 19. Jahrhundert in den wichtigsten Metropolen der Welt Niederlassungen ihrer Bank. Mayer Amschel (1773–1855) wurde von Franz I. von Österreich in den Adelsstand erhoben. Der letzte Chef des Frankfurter Hauses war Wilhelm Carl von Rothschild, er starb 1901. Frankfurt verdankt der Familie zahlreiche Stiftungen, etwa das Clementine-Kinderkrankenhaus und das Carolinum.
- Ludwig Börne (1786–1837)
    
    War ein weiterer wichtiger Frankfurter Jude. Als Löb Baruch am 24.05.1786 in Frankfurt geboren, wuchs er unter widrigsten Umständen im Frankfurter Ghetto auf. Durch die Judenemanzipation durfte er jedoch studieren, wurde Beamter, später Journalist und freier Schriftsteller. 1830 siedelte er nach Paris über, wo er zum Vorkämpfer und Wortführer der „kleinbürgerlich-revolutionären Demokraten“ wurde.
- Leopold Sonnemann (1831–1909)
    
    War Kaufmann, Bankier, Verleger und Politiker. Den Textilhandel des Vaters wandelte er bald in eine Bank um. Der Gründer der späteren „Frankfurter Zeitung“ war Mitglied der Arbeiterbewegung und 28 Jahre lang Angehöriger des Frankfurter Stadtparlaments. Der Name des Mitbegründers der Frankfurter Volksbank ist auch mit dem modernen Stadtwesen von der Wasser- bis zur Elektrizitätsversorgung verbunden, aber auch mit der Gründung des Frankfurter Zoos. Die Zeitung bestand bis 1943 und wurde schon bald als Frankfurter Allgemeine (FAZ) weitergeführt.
- Georg Speyer (1835–1902)
    
    War der Sohn des Frankfurter Bankiers Layard Speyer. Nach seiner Ausbildung im Philanthropin erst für den kaufmännischen Beruf bestimmt, war er bald in der Bankenwelt Europas zu Hause. Neben der Berufstätigkeit beschäftigte sich Speyer mit sozialen, künstlerischen und wissenschaftlichen Bestrebungen Frankfurts. Mit seiner Ehefrau Franziska unterstützte er die Einrichtungen der Studienstiftung, die später einen Grundstock für die Universität bildete. Ohne das finanzielle Engagement der Speyers wäre Paul Ehrlichs Tätigkeit hier nicht möglich gewesen. Ein weiterer Teil seines Vermögens ging in verschiedene Fonds, aber auch in die Senckenbergische Forschungsgesellschaft. Die nach den Speyers genannte Hochschulstiftung existiert bis heute.
- Paul Ehrlich (1854–1915)
    
    War ab 1899 Leiter des Königlichen Instituts für experimentelle Therapie in Frankfurt, wo er sich wesentlich in der Chemotherapie verdient machte. Er entwickelte ein erstes wirksames Mittel gegen die Syphilis und bekam 1908 gemeinsam mit Prof. Metschnikoff den Nobelpreis für Medizin. Der alljährlich in Frankfurt verliehene Paul-Ehrlich-Preis erinnert an den verdienten Wissenschaftler.
- Bertha von Pappenheim (1859–1936)
    
    Wurde in Wien als dritte Tochter eines jüdisch-orthodoxen Getreidehändlers geboren. Da es in Wien keine jüdische Mädchenschule gab, besuchte sie eine private katholische Schule. Dadurch wurde sie von unterschiedlichen religiösen und bürgerlichen Werten geprägt. 1888 zog sie nach Frankfurt, der Heimatstadt ihrer Mutter, die der alteingesessenen Frankfurter Familie Goldschmidt entstammte. Bekanntheit erlangte sie in Freuds Studien über Hysterie, da sie an einer psychischen Erkrankung litt. Sie ging als eine der wichtigsten Akteurinnen der Frauenbewegung des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts ein. Sie war Mitglied des Jüdischen Frauenbunds und setzte sich für die Frauenrechte in der jüdischen Gemeinde ein. Darüber hinaus engagierte sie sich für das Wohl jüdischer Waisenkinder. Als Schriftstellerin schrieb und veröffentlichte sie Kindergeschichten, Novellen, Erzählungen, Schauspiele und Gedichte.
- Rabbi von Stolin (1869–1921)
    
    Wurde als Israel Perlow geboren und war Rabbi einer kleinen Stadt in Russland. Im Gräberfeld der Israelischen Religionsgemeinschaft auf dem Alten Jüdischen Friedhof in der Rat-Beil-Straße befindet sich sein Grab. Es wurde zur Pilgerstätte frommer Juden aus der ganzen Welt. Sie tragen Kaftan und haben die nur noch selten zu sehenden Pajes, die Schläfenlocken. Diese streng orthodoxen Juden heißen „Chassidim“, die Frommen. Chassidismus, die jüngste und volkstümliche religiös-mystische Bewegung, entstand zur Mitte des 18. Jh. in der Ukraine. Der „Wunderrabbi" gehörte nach Chassidischem Glauben zu den 36 Auserwählten, denen aufgrund ihrer Weisheit eine besondere Verehrung entgegengebracht wird.
- Erich Fromm (1900–1980)
    
    War Sohn einer orthodox-jüdischen Frankfurter Weinhändlerfamilie. Er war Mitbegründer des Süddeutschen Instituts für Psychoanalyse in Frankfurt (1929) und emigrierte 1934 in die USA. Seine wichtigsten Werke sind: „Die Kunst des Liebens“ (1956), „Analytische Sozialpsychologie und Gesellschaftstheorie“ (1970), „Anatomie der menschlichen Destruktivität“ (1973), „Haben oder Sein“ (1976), und „Sigmund Freuds Psychoanalyse, Größe und Grenzen“ (1980).
- Theodor Wiesengrund Adorno (1903–1969)
    
    Gehört zu den weltberühmten Frankfurter Juden. Der Philosoph, Soziologe und Musikwissenschaftler beeinflusste die Studentenbewegung der 70er Jahre ganz wesentlich. Der gebürtige Frankfurter übernahm nach der Emigration ein Lehramt in Oxford, kehrte 1949 nach Frankfurt zurück und wurde mit Max Horkheimer Direktor des Instituts für Sozialforschung.
- Anne Frank (1929–1945)
    
    Wurde in Frankfurt als Kind jüdischer Eltern geboren. 1933 emigrierte die Familie in die Niederlande. Im Juli 1942 musste sie untertauchen und lebte in einem Hinterhausversteck in Amsterdam. Hier entstanden Anne Franks später in 60 Sprachen übersetzten und veröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen. 1944 wurde die Familie verraten und deportiert. Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ihr Vater überlebte als Einziger der Familie.

 

**Alte Jüdische Friedhöfe**
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Battonnstraße und Rat-Beil-Straße

Die beiden historischen jüdischen Friedhöfe in Frankfurt geben dir einen eindrucksvollen Einblick in über 700 Jahre jüdische Geschichte. 
Der **Alte Jüdische Friedhof Battonnstraße** zählt zu den ältesten erhaltenen jüdischen Friedhöfen nördlich der Alpen. Hier findest du Grabsteine aus dem Mittelalter und Spuren einer jahrhundertealten jüdischen Gemeinde – ein stiller Ort der Erinnerung mitten in der Innenstadt, in direkter Nähe zum **Museum Judengasse** und dem **Gedenkort Neuer Börneplatz**.

Mit dem Wachstum der Stadt entstand im 19. Jahrhundert der **Alte Jüdische Friedhof Rat-Beil-Straße**, der bis 1928 als zentraler Begräbnisplatz diente. Die parkähnliche Anlage mit historischem Baumbestand und zahlreichen Grabstätten bedeutender Frankfurter Persönlichkeiten ist heute ein geschütztes Kulturdenkmal und ein besonderer Ort zum Innehalten.

Beide Friedhöfe sind unter bestimmten Bedingungen für Besucher\*innen zugänglich – bitte beachte die jeweiligen Besuchsregelungen.

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**Neuer Jüdischer**  
**Friedhof**
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Der Neue Jüdische Friedhof an der Eckenheimer Landstraße wurde Ende der 1920er Jahre eröffnet und ist bis heute der zentrale Begräbnisort der Jüdischen Gemeinde Frankfurt. Er grenzt an den Hauptfriedhof und wird weiterhin aktiv genutzt.

Beim Spaziergang über das weitläufige Gelände spürst du die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart: historische Grabstätten, moderne Gräberfelder und Gedenkorte liegen hier nebeneinander. Die Friedhofsmauer erinnert zudem an zerstörte Synagogen der Stadt und macht den Ort zu einem wichtigen Zeugnis jüdischer Geschichte und Erinnerungskultur.

Der Friedhof ist – mit Rücksicht auf religiöse Regeln – für Besuchende zugänglich.

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Jüdische Gedenkstätten
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Denkmäler, Erinnerungsstätten, Gedenkstelen, Stolpersteine

Über die ganze Stadt verteilt findest du Orte des Erinnerns, die die jüdische Geschichte Frankfurts sichtbar machen – und die Geschichten von Menschen erzählen, die diese Stadt geprägt haben. Gedenkstätten, Denkmäler, Stolpersteine und Erinnerungszeichen laden dich dazu ein, innezuhalten, nachzudenken und die Vergangenheit im heutigen Stadtbild zu entdecken.
Sie erinnern an die Vielfalt jüdischen Lebens, an herausragende Persönlichkeiten – aber auch an Verfolgung, Vertreibung und die Zerstörung jüdischer Gemeinden im Nationalsozialismus. 
Frankfurt setzt damit ein sichtbares Zeichen für Erinnerungskultur, Dialog und Verantwortung.

 

 

Judentum in Frankfurt heute
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Jüdische Gemeinschaft erleben

 

Westend-Synagoge in Frankfurt bei strahlend blauem Himmel.

Westend-Synagoge

Eine kulturhistorische Besonderheit ist die Synagoge in der Freiherr-vom-Stein-Straße, die von 1908-1910 erbaut wurde. Prägnant ist die mächtige Kuppel, die schon von weitem zu sehen ist. Der Giebel an der Eingangsseite zeigt ein Medaillon mit einem Löwen, der unter seiner Tatze ein Schild mit einem Davidstern hält. Der Innenraum der  ist mit reichen Ornamenten in den Farben Blau und Gelbgold verziert. Der Raum für den Gottesdienst bietet für 1.000 Personen Platz. Daran schließen sich Verwaltungsräume, Wohnungen, ein Gebetsraum und eine Betstube, die auch als Lehrsaal benutzt wird, an.

Sie ist eine der wenigen Gotteshäuser, das nach dem Krieg erhalten blieb, obwohl es größtenteils ausbrannte. Wiederhergestellt wurde die Synagoge 1950 und 1994 restauriert. Somit ist sie nicht nur religiöses Zentrum, sondern auch eine Gedenkstätte.

Gemeindezentren

Die  in Frankfurt  setzte sich im Juli 1945 aus vielen Überlebenden des Holocaust aus Osteuropa zusammen und hat heute gut 7.000 Mitglieder. Sie ist nach Berlin die zweitgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland. Das Jüdische Museum Frankfurt, das Fritz Bauer Institut zur Erforschung der Wirkungsweise des Holocaust, die bedeutende Judaica-Sammlung in der Stadt- und Universitätsbibliothek sowie die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main sind ein wichtiger Teil jüdischen Lebens und Kultur in der Stadt.

Die Jüdische Gemeinde hat ihren Sitz im Westend. Das  wurde 1986 eröffnet. Es umfasst Kindergärten, die Isaak-Emil-Lichtigfeld-Schule mit Jugendzentrum, Sozialabteilung, Seniorenclub und das koschere Restaurant Sohar. Ein Altenzentrum befindet sich im Stadtteil Bornheim. Sportlich aktiv ist der Frankfurter Sportverein TuS Makkabi und regelmäßig treffen sich die Frauenorganisation WIZO und der Frauenverein.

 

Jüdische Geschichte
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Eine Chronik ab dem 12. Jahrhundert

Eine Mauer mit Tafeln, die die Namen deportierter und ermordeter jüdischer Menschen tragen, jeweils mit Gedenksteinen versehen.

Bereits um **1150** lässt sich eine jüdische Bevölkerung in Frankfurt urkundlich belegen. Ihre unter kaiserlichem Schutz stehende Siedlung lag in unmittelbarer Nähe des heutigen Doms. Doch auch das Privileg Kaiser Friedrichs II. konnte nicht verhindern, dass es **1241** zum ersten Frankfurter Pogrom kam.

Zu den nächsten großen Auseinandersetzungen kam es **1349**. Juden wurden für die Pest verantwortlich gemacht. Als der Dom in Brand geriet, wurde das Gerücht verbreitet, dass Juden diesen angezündet hätten, was abermals den Volkszorn entfesselte. Mehr als 200 Juden wurden ermordet.

**1462** wurden die Juden gezwungen, in einem Ghetto am damaligen Stadtrand zu wohnen. Dort lebten für die nächsten 350 Jahre rund 2.200 Menschen, zusammengepfercht in etwa 160 Häusern entlang der 330 Meter langen staufischen Stadtmauer. Das Leben der Bewohner wurde durch Verordnungen eingeschränkt.

Zu den bedrohlichsten Auseinandersetzungen kam es im Jahr **1612**, als sich der (christliche) Krämer Vincenz Fettmilch gegen die bestehende Ordnung wandte. Die Konflikte zwischen der städtischen Unterschicht, dem von den Patriziern beherrschten Rat und den Juden verstärkten sich und führten dazu, dass Fettmilch und seine Anhänger nicht nur die Ratsmitglieder der Stadt mehrere Tage im Römer einsperrten, sondern auch zur Plünderung der Judengasse aufriefen. Der sogenannte „Fettmilch-Aufstand“ fand erst mit der Hinrichtung des Aufrührers im Jahr 1616 sein Ende.

**1796** bombardierten französische Truppen das Ghetto und zerstörten es vollständig. Da sich viele Familien in anderen Teilen der Stadt Unterkünfte suchen mussten, war seit **1796** der Ghettozwang faktisch und seit **1811** auch rechtlich aufgehoben.

**1804** wurde das Philanthropin gegründet, eine allgemeinbildende Schule. **1850** gründeten orthodoxe Juden die spätere israelitische Religionsgemeinschaft. Das Bürgerrecht blieb jüdischen Frankfurtern jedoch auch weiter vorenthalten. Erst das Jahr **1864** brachte die volle Gleichstellung. Das ermöglichte es der jüdischen Gemeinde zu wachsen.

**1882** wurde die Synagoge am Börneplatz, **1907** die Synagoge in der Friedberger Anlage und **1910** die Westend-Synagoge eingeweiht. Mit ca. 30.000 Mitgliedern war die Jüdische Gemeinde in Frankfurt die zweitgrößte in Deutschland. Bis zum Zweiten Weltkrieg erlebte Frankfurt analog der jüdischen Emanzipation die für Frankfurt bedeutendste Epoche jüdischen Schaffens.

Das Jahr **1933** markierte, wie überall in Deutschland, einen tiefen Einschnitt in dieser Entwicklung. Es kam zum allgemeinen Boykott von Geschäften, deren Inhaber Juden waren. Weitere drastische Demütigungen und Repressalien folgten.

**1938** wurden die Synagogen niedergebrannt, Wohnungen, Arztpraxen und Läden geplündert. Mehr als 2.500 jüdische Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt.

Ab **1941** mussten Juden den gelben Stern tragen. Mehr als 11.000 Frankfurter Juden wurden in Vernichtungs- und Konzentrationslager deportiert, wo sie systematisch ermordet wurden. Einige konnten sich durch Auswanderung retten.

Nach **1945** kehrten nur wenige hundert Juden in ihre zerstörte Heimatstadt zurück. **1950** wurde die Westend-Synagoge wiederaufgebaut. **1986** wurde das Jüdische Gemeindezentrum eröffnet.

In den **1990er Jahren** wuchs die jüdische Gemeinde stark durch Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion. Frankfurt entwickelte sich erneut zu einem der wichtigsten jüdischen Zentren Deutschlands.

**1988** eröffnete das Jüdische Museum Frankfurt als erstes eigenständiges jüdisches Museum der Bundesrepublik Deutschland nach 1945. **2020** wurde das Museum nach umfassender Erweiterung mit dem Neubau „Lichtbau“ neu eröffnet.

 

Führungen
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 zum jüdischen Frankfurt

Bis 1933 hatte Frankfurt nach Berlin die größte Jüdische Gemeinde in Deutschland. Erfahre bei einer zweistündigen Themenführung zu Fuß oder mit dem Bus mehr über ehemalige jüdische Mitbürger, ihren Beitrag zum kulturellen Leben und zur Historie der Stadt.

Buche bei uns deinen zertifizierten Guide zum Thema „Jüdisches Frankfurt“. Diese Tour wird für individuelle Gruppen als Rundgang oder als Rundfahrt angeboten.

 

 

Weitere Erlebnisse

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