Im Schmerz geboren

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Die »Goldene Kamera« und der »Grimme-Preis« waren nur die renommiertesten von vielen Auszeichnungen für die vom hr produzierte »Tatort«-Folge »Im Schmerz geboren« (2014) mit Ulrich Tukur als Kommissar Murot. Nun ist der Streifen mit seinem komplett klassischen Soundtrack – vom hr-Sinfonieorchester diesmal live gespielt – auf der großen Leinwand zu erleben.
Die von der Kritik als ein filmisches Meisterwerk gefeierte Episode hat nur wenig mit einem klassischen Fernsehkrimi gemein, steckt dafür aber voller Anspielungen, Zitate und Querverweise mit Bezügen zur Theater- und Filmgeschichte: von Sophokles und Shakespeare über Dürrenmatt, Truffaut und den Italo-Western bis hin zu Tarantino. Diese cineastische Verbeugung vor dem kulturellen Erbe wird durch einen eigentlich naheliegenden und doch besonders geistreich wirkenden Kunstgriff überzeugend abgerundet: Denn der Soundtrack von »Im Schmerz geboren« besteht ausschließlich aus klassischer Musik – von einer berückenden Opern-Arie Händels und einer Klavier-Nocturne von Chopin über Verdis berühmten »Gefangenenchor« aus »Nabucco« bis hin zu Georges Delerues Filmmusik zu »Jules et Jim«. Und sämtliche Aufnahmen für diesen »Tatort« stammen vom hr-Sinfonieorchester – teils aus den Archiven des Hessischen Rundfunks, teils im Rahmen einer Aufnahmesession unter der Leitung des Filmmusik-Experten Frank Strobel im März 2014 im hr-Sendesaal eigens neu eingespielt. In der gleichen Besetzung und am selben Ort erklingen die rund 20 Musik-Ausschnitte bei diesem »Musik und Film«-Konzert live zum Film.

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