Mazeppa

  • Oper
Tschaikowskis düstere Oper verknüpft verbotene Liebe mit Machtkampf und Verrat. Melancholische Arien und martialische Orchesterklänge prägen das eindringliche Familiendrama.
Peter I. Tschaikowskis „Mazeppa“ führt in eine Welt aus Liebe, Macht und Verrat. Maria, Tochter des wohlhabenden Kotschubej, entscheidet sich gegen den Willen ihres Vaters für den deutlich älteren Kosakenführer Mazeppa. Aus dem familiären Konflikt entwickelt sich ein erbitterter Machtkampf, der in Denunziation, Hinrichtung und persönlicher Katastrophe mündet. Als Maria die Folgen ihrer Entscheidung erkennt, verliert sie zunehmend den Halt.

Die Oper in drei Akten und sechs Bildern basiert auf Alexander Puschkins Poem „Poltawa“. Tschaikowski verbindet melancholische Arien mit schneidenden Rhythmen und martialischen Orchesterpassagen. So erhält Mazeppa ambivalente Züge: Er erscheint zugleich als Liebender, politischer Stratege und brutaler Machtmensch. Die Inszenierung von Matthew Wild deutet das Werk als politische Parabel über Herrschende, die ihre Konflikte auf dem Rücken der Bevölkerung austragen. Im Zentrum steht dabei Maria, deren Weg in eine kindliche Entrücktheit dem düsteren Geschehen eine besonders berührende Perspektive gibt. Gesungen wird auf Russisch mit deutschen und englischen Übertiteln. Aufgrund der hohen emotionalen Intensität wird der Besuch ab 14 Jahren empfohlen.

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