Peterskirchhof
Das Erste, was hier auffällt, sind die Mauern, die die Peterskirche säumen – und zwar deshalb, weil sie außergewöhnlich gestaltet sind: An ihnen befinden sich rund 200 unterschiedliche Epitaphien, so nennen sich die kunstvollen Grabinschriften, die aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis ins Jahr 1828 reichen. Der knapp ein Hektar große Peterskirchhof ist der älteste erhaltene christliche Friedhof der Stadt. Gegründet wurde er im Jahr 1453 um die spätmittelalterliche Peterskirche. Wer auf den Mauern verewigt ist, stammte zumeist aus Familien, die in Frankfurt Rang und Namen hatten, darunter etwa die Familien Merian und Textor. Auch Goethes Eltern sind hier bestattet, wenngleich in getrennten Grabstätten. Das Grab seiner Mutter, Catharina Elisabeth Goethe – kurz: Aja –, liegt heute auf dem Schulhof der benachbarten Liebfrauenschule; du kannst es daher nur von weitem sehen. Der noch erhaltene Peterskirchhof-Friedhof ist als Ruhegarten gestaltet. Die Kirche dagegen ist heute ein Kulturort von jungen Leuten für junge Leute. Hier finden Workshops, Performances, Lesungen, Konzerte und vieles mehr statt.







