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Pressemeldungen

Gäste- und Übernachtungszahlen Frankfurt am Main 2025

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Frankfurt am Main verzeichnet neuen Rekord bei Gästen aus dem Inland und Verluste bei internationalen Gästen

„Im Jahr 2025 wurden in Frankfurt am Main 11.023.600 Übernachtungen und 6.362.525 Übernachtungsgäste registriert und damit ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Verglichen mit dem vorherigen Rekordjahr 2024 verzeichnen wir zwar leichte Verluste von 1 % bzw. 0,4 %, aber auf einem hohen Niveau. Dass das hohe Vorjahresergebnis nicht ganz erreicht wurde, ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Sondereffekte der UEFA EURO 2024 im Jahr 2025 naturgemäß entfielen“, so Oberbürgermeister Mike Josef bei der Pressekonferenz zu den Gäste- und Übernachtungszahlen der Stadt Frankfurt am Main. Gemeinsam mit Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF), stellte er die Auswertungen, Hintergründe und Analysen der Gäste- und Übernachtungszahlen 2025 vor.

Nach dem Rekordjahr 2024 reiht sich das aktuelle Ergebnis als zweitbestes in der Geschichte ein. Bereits 2019 war mit erstmals mehr als 10 Millionen Übernachtungen eine historische Bestmarke erreicht worden. Infolge der Pandemie kam es in den darauffolgenden Jahren zu erheblichen Einbrüchen bei Gästeankünften und Übernachtungszahlen. Seit 2023 verzeichnete der Frankfurter Tourismus jedoch eine dynamischere Erholung als zunächst prognostiziert. Die Stadt festigt damit ihre Rolle als international bedeutende Tagungs- und Kongressstadt und baut zugleich ihre Attraktivität als vielseitiges Städtereiseziel kontinuierlich weiter aus.

Besonders beeinflusst wurden die Zahlen durch die große Nachfrage aus dem eigenen Land: Im Inlandsmarkt stiegen die Werte auf 4.244.832 Gäste (+ 3,1 %) und 6.848.683 Übernachtungen (+ 1,9 %) und erreichten damit einen neuen Allzeit-Rekord. Der Anteil am Gesamtübernachtungsvolumen lag bei den inländischen Gästen bei 62,1 Prozent. „Dank unserer beeindruckenden Kulturlandschaft sowie zahlreicher großer Konzerte und Veranstaltungen gewinnt Frankfurt zunehmend an Anziehungskraft für Gäste aus dem eigenen Land und sorgt neben dem klassischen Geschäftstourismus für stetig wachsende Zahlen.“, sagte TCF-Geschäftsführer Thomas Feda.

Die ausländischen Quellmärkte hatten verglichen zum Vorjahr Verluste zu verzeichnen: 2.117.693 Gäste (- 6,7 %) sorgten für 4.174.917 Übernachtungen (- 5,5 %). Der Anteil am Gesamtübernachtungsvolumen lag bei den Gästen aus dem Ausland bei 37,9 %. Diese Entwicklung ist einerseits auf den Wegfall der Sondereffekte der UEFA Euro 2024 zurückzuführen, andererseits auf eine zunehmende Verunsicherung – etwa infolge internationaler Konflikte, gestiegener Reisekosten sowie eines rückläufigen Verbrauchervertrauens im Kontext wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen.

Im Vergleich zum Vorjahr mussten die großen europäischen Märkte deutliche Rückgänge hinnehmen: Großbritannien blieb mit 269.234 Übernachtungen, (- 15,8 %) der führende Quellmarkt aus Europa. Italien konnte sich 2025 als zweitwichtigster Markt positionieren (179.829 Übernachtungen, - 5,6 %) während die Niederlande vom zweit- auf den drittgrößten Quellmarkt (176.109 Übernachtungen, - 8,9 %) sanken. 

Bei den insgesamt 1.989.280 Übernachtungen (- 6,6 %) aus Übersee, stellten die USA mit 698.169 Übernachtungen (- 9,7 %) weiterhin das größte Kontingent. Den zweiten Platz hinsichtlich des Übernachtungsvolumens unter den Übersee-Märkten erzielte China und Hongkong (214.555, - 11,6 %) vor den Arabischen Golfstaaten (115.705, - 10,1 %). Die volumenstärksten Übersee-Märkte bezogen auf die Übernachtungszahlen waren nach den bereits genannten Indien (4) mit 107.482, Korea (5) mit 100.992 und Japan (6) mit 97.164.

Das Bettenangebot des Frankfurter Beherbergungsgewerbes blieb auf ähnlichem Niveau wie im letzten Jahr (64.830 Betten, +1,3 % zu 2024). Die Anzahl der Beherbergungsbetriebe hat sich im Vergleich zu 2024 um 5 Betriebe auf 279 reduziert. „Dies spricht dafür, dass in den vergangenen Jahren vor allem kleinere Betriebe vom Markt ausgeschieden sind, während zugleich größere Betriebe neu hinzugekommen sind.“, folgerte Feda. Die durchschnittliche Bettenauslastung sank um einen Prozentpunkt auf 46,6 %. Dies entsprach einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von ca. 65 %. Die durchschnittliche Verweildauer sank von 1,74 auf 1,73 Tage.

Oberbürgermeister Mike Josef resümierte: „Die Tourismusbranche unserer Stadt entwickelt sich weiterhin positiv und bleibt ein unverzichtbarer Wirtschafts- und Imagefaktor für Frankfurt. Mit großen Kongressen, einem starken Geschäftstourismus und einem wachsenden Individualreisesegment sowie unserer hervorragenden Infrastruktur sind die Grundlagen für weiteres Wachstum grundsätzlich gegeben. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass die globale Wirtschaftslage und internationale Entwicklungen spürbaren Einfluss auf das Reiseverhalten haben; Prognosen bleiben daher mit Blick auf diese volatilen Rahmenbedingungen herausfordernd.“

Die vollständigen Gäste- und Übernachtungszahlen 2025 für Frankfurt am Main finden Sie hier: www.frankfurt-tourismus.de/Presse/Publikationen/Statistiken