„Meine lieben Kinder! Ich bin in größter Aufregung, da ich schon die Mitteilung bekam, dass ich übermorgen Frankfurt verlassen muss”, schrieb Bertha Oppenheimer im Jahr 1942. Wenig später wurde sie in einen Keller der Großmarkthalle getrieben – einem berüchtigten Sammelplatz, den die SS für die Massendeportation von jüdischen Frankfurter*innen benutzte. Ab 1941 wurden dort mehr als 10.000 Menschen festgehalten und über den angrenzenden Güterbahnhof in verschiedene Konzentrationslager gebracht. Doch ihr Schicksal ist nicht vergessen – dank einer beeindruckenden Erinnerungsstätte, die 2015 eröffnet wurde: mit einem öffentlich zugänglichen Teil östlich der ehemaligen Großmarkthalle und einem Bereich auf dem heutigen Areal der Europäischen Zentralbank, der auf einer Führung besucht werden kann. Am Philipp-Holzmann-Weg, entlang dem ehemaligen Bahndamm, sind zahllose Zitate von Ermordeten, Überlebenden und Zeug*innen in den Boden und in Wandflächen eingelassen. Manche Menschen hasten achtlos vorbei. Doch es lohnt sich, genauer hinzuschauen – und an Menschen wie Bertha Oppenheimer zu denken.
Zahlungsmöglichkeiten
- Eintritt frei
Weitere Infos
- Ein Teil der Gedenkstätte – unter anderem die Kellerräume, die als Sammelplatz dienten – gehören heute zum Areal der Europäischen Zentralbank. Man kann sie im Rahmen von Führungen besuchen, die regelmäßig vom Jüdischen Museum Frankfurt organisiert werden.
Autor:in
Plazy #visitfrankfurt
Organisation
Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main
Lizenz (Stammdaten)
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