Die Saalgasse ist eine der ältesten Straßen Frankfurts und zugleich ein Musterbeispiel der Postmoderne. Dass beides zusammenpasst, hat wie so vieles in Frankfurt mit den Luftangriffen von 1943 und 1944 zu tun. Damals wurde die Gasse, die ab dem Mittelalter eine wichtige Ost-West-Achse im alten Stadtkern war, zerstört. Nach dem Krieg wurde sie zu einem Wohngebiet und in den 1980er Jahren Teil eines städtebaulichen Experimentes: Das Architekturbüro, das die Schirn Kunsthalle entwarf, plante auch die Neubebauung entlang der Saalgasse – mit den heutigen postmoderne Häusern, die aber jeweils nur so schmal sind wie einst die Fachwerkbauten aus dem Mittelalter. Für möglichst viel optische Abwechslung wurden gezielt zwölf verschiedene Architekturbüros beauftragt, die einzelnen Häuser in der Saalgasse zu gestalten.








