Zickzackhausen / Siedlung Bruchfeldstraße

Berühmtes Bauwerk
Ihr besonderer Grundriss voller Ecken und Kanten machte diese Siedlung zu einem Pionierprojekt des Neuen Frankfurt. 
Die „Zukunft des Wohnens” war ein Schlagwort des Neuen Frankfurts. Wie diese aber aussehen sollte, blieb für viele Bürger*innen abstrakt – bis 1926 an der Bruchfeldstraße in Niederrad diese Siedlung entstand. „Zickzackhausen” tauften die Frankfurter*innen den Komplex, denn wie Sägezähne sprangen die einzelnen Einheiten der neuen Blockbebauung in einer Reihe hintereinander vor. Architekt Ernst May optimierte mit diesem Kniff nicht nur den Lichteinfall, sondern schuf auch eine exzentrische Form, die zum Symbol seiner Ideen wurde. Der zentrale Wohnblock gruppierte sich um einen parkartigen Innenhof mit Spielplatz, Wasserbassin und Gärten. Statt dunkler Hinterhöfen, wie man sie bislang von Mietskasernen kannte, plante May mit „Licht, Luft und Sonne” und richtete Küchen, Wohnzimmer und Dachterrassen zum Hof aus. Dazu kam der Komfort der Moderne: Die berühmte Frankfurter Einbauküche war Standard-Inventar, es gab eine eigene Radiostation für die Siedlung und eine zentrale Wäscherei mit elektrischen Waschmaschinen. Und dennoch war die „Zukunft des Wohnens” in Zickzackhausen für viele auch gewöhnungsbedürftig, denn das absolute Bekenntnis zur Funktionalität bedeutete auch: kleine Zimmer, niedrige Decken, wenig Platz. 50 Quadratmeter Wohnraum waren im Konzept der Stadtplaner für vier bis fünf Personen gedacht. 

Gut zu wissen

Organisation

Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main

Lizenz (Stammdaten)

Lizenz: Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen

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